Psychologie test beziehung bild projektion
Mit Struktur ist hier der Aufbau und die Funktionsfähigkeit der psychischen Konstitution gemeint. Sind wir in allen Bereichen bzw.
6 Projektive Testverfahren
Mithilfe genauer Beobachtung, Befragung und Einordnen der Schilderung unseres Erlebens und Verhaltens, kann ein analytisch ausgebildeter Psychotherapeut unsere Vulnerabilität bzw. Verletzlichkeit einschätzen. Sein Fokus liegt dabei auf unseren letzten ein bis zwei Jahren. Wie schildern wir rückblickend bestimmte Situationen?
Wie haben wir hier gehandelt und dort gefühlt? Wie nehmen wir unsere Mitmenschen wahr? Um unsere aktuellen Krisen geht es dabei nicht vorrangig. Der Therapeut schätzt vielmehr unsere seelische Struktur ein, eine Art Gradmesser für unsere Veranlagung, psychisch zu erkranken. Mit dem folgenden 6-Punkte-Check können wir versuchen, uns mit uns selbst zu beschäftigen und eine vorläufige Einstufung vornehmen.
Abgesichert wird eine solche Selbsteinschätzung insbesondere bei Vorliegen ernsterer Symptome durch einen Psychotherapeuten. Eine ambulante Psychotherapie setzt übrigens voraus, dass ein mindestens gering integriertes Strukturniveau auf allen sechs Ebenen vorliegt. Bei diesem Element unserer psychischen Struktur geht es darum, welches Bild wir von uns selbst, auch im Hinblick auf unsere psychosexuelle und soziale Identität haben, ob dieses Bild in sich schlüssig und stabil ist, und ob wir innerseelische Vorgänge und Gefühlsregungen wie Angst, Ärger, Trauer, Freude, Stolz, Neugier in uns ausmachen und differenziert wahrnehmen können.
Bei guter Integration bzw. Wir kennen unsere Eigenschaften und Fähigkeiten und wissen, was uns von anderen unterscheidet.
Glossar: Psychologische Diagnostik | Lehrbuch Psychologie
Dabei sind wir imstande, uns quasi aus der Distanz, auch rückblickend, zu betrachten sowie nach Erfahrungen und Rückmeldungen kleine Korrekturen an unserem Selbstbild vorzunehmen. Wir neigen eher zu freudlosen Affekten wie Enttäuschung, Wut, Angst, Selbstentwertung und Depressivität als zu positiven. Auch nehmen wir diese nur eingeschränkt wahr.
In schwierigen Situationen versuchen wir uns stabil zu halten, indem wir Affekte vermeiden. Lieber sprechen wir darüber, was wir bei der einen oder anderen Angelegenheit gesagt oder gemacht haben.
Experten erklären das Phänomen „Slow Love“: Wenn SIE heißer ist als ER...
Bei geringer Integration fehlt uns die Fähigkeit, uns selbst differenziert wahrzunehmen. Wenn wir uns selbst beschreiben müssen, sind wir unsicher, schildern bruchstückhaft Situationen, in denen wir agiert haben, oder wir antworten mit phrasenhaften Charakterisierungen. Auch vermischen wir es mit dem Bild unseren engen Bezugspersonen.
Unser Erleben und Handeln ist situationsabhängig unterschiedlich, oft widersprüchlich.