Bottom up prinzip psychologie

Zwischen Gedanken, Emotionen und Körper besteht eine Feedbackschleife. Ein Bild, was man dazu oft sieht ist dieses. Das ist die Grundlage von kognitiven Interventionen.

Top-down und Bottom-up – AnthroWiki

Wir verändern unsere Gedanken, das verändert dann unsere Gefühle und den physiologischen Zustand. Das nennt sich Top-Down Ansatz und funktioniert bei vielen psychologischen Problemen, scheint aber begrenzt wirksam bei PTBS. Manche Gedanken entpuppen sich als hochgradig resistent gegen Veränderung. Wissenschaftler schlagen vor, die Feedbackschleife von der anderen Seite aus anzugehen.

bottom-up-Verarbeitung

Unser Körper meldet dem Gehirn zurück, wie es uns geht. Unsere Körperhaltung, Muskelspannung, der Puls usw geben Anhaltspunkte zu unserem physiologischen Zustand. Unser Gehirn reagiert, indem es die Informationen interpretiert. Forschungen zeigen, dass unser körperlicher Zustand von Anspannung unsere Gedanken beeinflusst und beschränkt, was wir denken können. Der Grundgedanke dazu ist, dass die Gedanken dem Zustand Anspannungslevel folgen.

Das hilft uns, solange unser physiologischer Anspannungszustand zu der Situation passt. Dann führt unsere Wahrnehmung von Sicherheit zu Gefühlen von Verbundenheit und sozialen Gedanken, eine Wahrnehmung von echter Gefahr schafft Angst oder Aggression und die Gedanken drehen sich um Selbstschutz oder das Durchsetzen unserer Bedürfnisse. Mit PTBS passt unser Anspannungszustand aber oft nicht zur Situation.

Bottom-up Top-down bei der Wahrnehmung

Wir bleiben stecken in Hyperarousal oder chronischer Dissoziation. Das könnte der Grund sein, warum unsere Gedanken auch fest stecken. Um sie zu ändern, müssen wir erst unseren physiologischen Zustand ändern. Die Gedanken folgen dem mit der Zeit. Hyperarousal zeigt sich auf 2 Arten, die Flight Flucht und Fight Kampf Reaktion.

Informationsverarbeitung

Wenn wir uns in einem Zustand von Flucht befinden, folgen unsere Gedanken dem nach. Wir denken dann, dass wir beobachtet, verurteilt oder abgelehnt werden und erwarten überall Gefahr. Die Emotion, die wir hier wahrnehmen ist chronische Ängstlichkeit. Wenn wir uns in Kampf befinden, findet unser Verstand einen Feind, selbst wenn da keiner ist. Wir denken Gedanken von Verurteilung und Schuldzuweisungen und interpretieren neutrale Gesichter als Provokation.

Unser Körper meldet uns, dass wir in einem Kampf sind, also wird unsere Welt zum Schlachtfeld und wir sind umgeben von den Bösen, die uns Böses wollen, seien das Sachbearbeiter, Pflegepersonal, Institutionen, Immigranten oder politische Systeme.