Angstgefühl psychologie
UKB Startseite Psychiatrie und Psychotherapie Klinisches Spektrum Angst und Angsterkrankungen. Angst ist ein normales Gefühl. Auch der Körper schlägt Alarm: Die Muskeln verkrampfen sich, das Herz schlägt schneller und Stresshormone werden ausgeschüttet. Nach überstandener Gefahr klingt die Angstreaktion wieder ab und Entspannung stellt sich ein.
Doch wo liegt die Grenze zwischen normaler Angst und einer Angsterkrankung? Sobald Angst unsere Gefühlswelt dauerhaft belastet, unseren Alltag beherrscht und unsere Handlungsfähigkeit lähmt, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen, denn solche Ängste können Zeichen einer Angststörung oder Ausdruck einer anderen psychischen oder körperlichen Erkrankung sein. Was sind Angststörungen?
UKB | Angst und Angsterkrankungen
Angststörungen zählen weltweit zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Unbehandelt neigen Angststörungen zur Chronifizierung. Depressive Episoden sind bei Angstpatienten nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Welche Krankheitsbilder umfassen Angststörungen? Die Krankheitsbilder variieren erheblich in Abhängigkeit von der vorherrschenden Form von Angst und nicht selten treten bei den Betroffenen verschiedene Formen von Angst nebeneinander auf.
Welche Krankheitsbilder kommen vor? Phobien können sehr verschiedengestaltig sein: Agoraphobie ist die Angst vor öffentlichen Räumen, Menschenansammlungen oder ganz allgemein Situationen, wo Flucht, Hilfe oder Rettung für die Betroffenen unerreichbar scheint.
Generalisierte Angststörung
Die innere Unruhe kann sich bis ins Unerträgliche steigern. Manche Betroffene sind nur in Begleitung einer vertrauten Person in der Lage, die alltäglichen Anforderungen zu meistern. In schwerwiegenden Fällen kommt es zur völligen Isolation, wenn das Haus oder die Wohnung als schützende Räume nicht mehr verlassen werden können.
Eine gesonderte Form der Platzangst ist die Klaustrophobie. Hier bezieht die Furcht sich auf enge, kleine Räume wie Aufzüge, Umkleidekabinen, Flugzeuge, überfüllte Züge. Betroffene vermeiden deshalb soziale Anlässe, in denen sie vor anderen sprechen oder mit ihnen essen müssen. Erröten, Zittern, Toilettendrang oder sogar die Angst zu erbrechen können auftreten.
Als spezifische Phobien werden die zahlreichen verschiedenen Ängste vor bestimmten Dingen oder Situationen bezeichnet, wobei u. Phobien vom Tiertyp, Naturgewaltentyp, Injektions- und Verletzungstyp sowie vom situationsbezogenen Typ z. Flugangst unterschieden werden. Bei weitem nicht alle spezifischen Phobien sind behandlungsbedürftig.
Es gibt eine Unzahl an möglichen Phobien. Viele Betroffene leben mit der ständigen Sorge vor der nächsten Panikattacke, und es ist oft diese Angst vor der Angst, die im Alltag als besonders einschränkend empfunden wird.