Psychologie soziale bezugsnorm zur leistungsbeurteilung

Bezugsnorm – Dorsch: Lexikon der Psychologie

Eine Bezugsnorm entsteht ganz allgemein dadurch, dass ein Merkmal bzw. Innerhalb der Pädagogischen Psychologie bezeichnet die Bezugsnorm im Sinne einer Bezugsnormorientierung die Bewertung von SchülerInnen durch LehrerInnen. Im besonderen unterscheidet man beim Konstrukt der Bezugsnorm drei Ansätze:. Motivational förderlich hingegen wirkt die intraindividuellen Bewertungen, wenn also ein schlechterer Schüler bei einer Verbesserung seiner eigenen Leistung ebenfalls positive Rückmeldungen erhält, selbst wenn er im Vergleich zu seinen Klassenkammeraden weiterhin unterdurchschnittlich ist.

FEBO - Fragebogen zur Bezugsnorm-Orientierung

Beispiel : Beim Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen verschlechtert sich häufig die Motivation vieler SchülerIinnen besonders im Fach Mathematik. Zu den motivationalen Überzeugungen von Schülerinnen und Schülern zählt dabei etwa, wie gut sie ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen Fähigkeitsselbstkonzept und ob sie glauben, ihre Fähigkeiten steigern zu können implizite Fähigkeitstheorie.

Nach einer Längsschnittstudie von Dickhäuser et al. Die Untersuchung zeigte auch ganz allgemein, dass sich das Fähigkeitsselbstkonzept und die implizite Fähigkeitstheorie im Verlauf der ersten zwei Jahre in der Sekundarstufe ungünstig entwickeln, wobei vor allem eine soziale Bezugsnormorientierung der LehrerInnen mit deutlicheren Verschlechterungen im Fähigkeitsselbstkonzept und der impliziten Fähigkeitstheorie einherging, und zwar umso stärker, je schlechter die schulischen Leistungen waren.

Bezugsnorm

Hingegen bewirkte eine ausgeprägte individuelle Bezugsnormorientierung nur geringe Verschlechterungen des Fähigkeitsselbstkonzepts und der impliziten Fähigkeitstheorie, wobei dieser fördernde Effekt unabhängig von der schulischen Leistung war. Man folgert daraus, dass LehrerInnen einem ungünstigen Verlauf motivationaler Überzeugungen dadurch entgegenwirken können, dass sie ihren Schülerinnen und Schülern Verbesserungen und Verschlechterungen ihrer Leistungen im Vergleich zu früheren Leistungen zurückmelden.

Eine solche Rückmeldung führt ihnen dann eher vor Augen, dass sich ihre Leistung vor allem in Abhängigkeit der eigenen Anstrengung verändert, d. Siehe dazu auch das Stichwort Leistungsmotiv. Dickhäuser, O. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 31, — Krug, S. Motivationsförderung im Schulalltag.

FEBO: Fragebogen zur Bezugsnorm-Orientierung | PsychArchives

Göttingen: Hogrefe-Verlag. Rheinberg, F. Leistungsbewertung und Lernmotivation. Verlag: Hogrefe. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Meinen Namen, meine E-Mail-Adresse und meine Website in diesem Browser für die nächste Kommentierung speichern. Schreibe einen Kommentar Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.