Gefühle sind weg psychologie
Unter Anhedonie versteht man den Verlust der Fähigkeit, in Situationen, die früher Freude bereitet haben, wieder Freude zu empfinden. Das Symptom kann bei verschiedenen psychischen Störungen auftreten, etwa bei einer Depression oder schizoiden Persönlichkeitsstörung, aber auch bei körperlichen Erkrankungen.
Die Freudlosigkeit kann vorübergehend auftreten, wenn über einen bestimmten Zeitraum Unlust und kein Interesse an den meisten Dingen empfunden wird. Handelt es sich um ein anhaltendes Krankheitsbild, gesellen sich meist noch andere Symptome zur Freudlosigkeit. Das Gegenteil ist die Hedonie , bei der betroffene Personen überschwängliche Freude empfinden.
Auch bei der Hedonie kann es sich um einen vorübergehenden Zustand handeln oder um ein Anzeichen von anderen psychischen Krankheitssymptom, wie beispielsweise einer Psychose oder Manie. Antizipatorische Anhedonie: Betroffenen Personen gelingt es nicht, Vorfreude zu empfinden und potenziell erfreuliche Situationen herbeizuführen. Konsumatorische Anhedonie: Betroffenen Personen fehlt es an Vergnügen während eines Erlebnisses.
Zudem wird zwischen der sozialen und physischen Ausprägung des Krankheitssymptoms unterschieden.
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Bei der sozialen Ausprägung kann keine Freude aus sozialen Interaktionen gezogen werden. Bei der physischen Ausprägung wird kein Gefallen an körperlichen Reizen, wie gutem Essen, Massagen oder Sex, empfunden. Die Krankheit wird häufig mit Dysthymie und Alexithymie verwechselt. Dysthymie bezeichnet negative Gefühle der Traurigkeit und Niedergeschlagenheit.
Damit ist sie auch ein Hauptsymptom der Depression und wird daher auch als chronische Depression bezeichnet. Im Unterschied zur Dysthymie beschreibt die Freudlosigkeit nicht das Auftreten negativer Emotionen, sondern die Abwesenheit positiver Emotionen. Unter einer Alexithymie versteht man das Unvermögen, Emotionen differenziert wahrzunehmen und mit Worten zu beschreiben. PatientInnen, die von einer Alexithymie betroffen sind, können zwar positive Gefühle erleben, wissen diese aber nicht einzuordnen und in Worte zu fassen.
Betroffene Personen beschreiben das Krankheitssymptom oft als Unfähigkeit, irgendetwas zu empfinden.
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Es fehlt ihnen an Freude und Begeisterung für die Dinge, die ihnen sonst Freude bereitet haben. Gleichzeitig fehlt es an Antrieb, etwas zu erleben. Dieser Mangel an Freude ist jedoch nicht mit Traurigkeit gleichzusetzen. Betroffene Personen beschreiben sich selbst nicht als traurig, vielmehr erleben sie ihre Gefühle als gedämpft oder kaum noch vorhanden.
Sie können weder Vorfreude auf Erlebnisse oder Ereignisse, noch Freude während eines angenehmen Erlebnisses empfinden. Häufig wird diese Erkrankung von weiteren Symptomen begleitet, wie Schlaflosigkeit , Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Antriebsschwäche. Es wird sich zunehmend zurückgezogen und kein Sinn darin erkannt, nach freudigen Erlebnissen zu streben.
Wie auch bei der Dysthymie ist es wahrscheinlich, dass die Veränderungen im Verhalten dem Umfeld weitgehend verborgen bleiben. Wer von diesem Krankheitssymptom betroffen ist, leidet oft auch an Gewichtsschwankungen, was auf die mangelnde Freude an Essen und Bewegung zurückzuführen ist.