Unpünktlichkeit psychologisch

Deshalb ist Pünktlichkeit für einige so schwierig

Lukas, 35 Jahre, fragt: »Ich arbeite seit knapp einem Jahr im Marketing eines Konzerns und habe viele Kunden- und Projekttermine. Das führt zur Verärgerung bei Kolleg:innen und Kund:innen, was ich gut verstehen kann. Es ist mir ja selbst sehr unangenehm und stresst mich. Wie schaffe ich es, endlich pünktlich zu sein?

Hilfe, ich bin immer so unpünktlich! Tipps von der Karriereberaterin: DER SPIEGEL

Carmen Michaelis war zehn Jahre Führungskraft in einem Unternehmen, zuletzt stellvertretende Geschäftsführerin. Seit arbeitet sie selbstständig als Coach, Trainerin und Moderatorin für Unternehmen. E-Mail an karriere. Warum ist das so?

Zu spät kommen: Wie ich gelernt habe, pünktlich zu sein: DER SPIEGEL

So kann das Zuspätkommen kein bewusstes Handeln, sondern ein Ausdruck eines inneren Konflikts oder eine Schwierigkeit sein, sich selbst zu managen. Kommen Sie also zunächst den Beweggründen Ihrer Unpünktlichkeit auf die Spur. Fragen Sie sich zu Beginn:. Zum Beispiel: Wie stark leidet mein Ruf? Welche Karrierechancen oder spannenden Arbeitsaufträge vergebe ich damit? Welche Beziehungen leiden darunter?

Was habe ich davon, zu spät zu kommen? Zum Beispiel: Erspare ich mir den Small Talk, erhalte ich Aufmerksamkeit, vermeide ich bestimmte Anforderungen? Hier einige grundsätzliche Erklärungsansätze, die Ihnen für ein tieferes Verständnis helfen können. Prüfen Sie, wo Sie sich gemeint fühlen, was Ihnen dazu ein- und auffällt. Der Autonomiekonflikt: Termine für Meetings sind oft vorgeschrieben.

Für viele Menschen ist das hilfreich, denn sie können sich so gut organisieren. Einige Menschen erleben die Terminvorgaben jedoch als persönliche Einschränkung, als Verlust ihrer Autonomie.

Zu spät kommen: Wie ich gelernt habe, pünktlich zu sein

Deshalb rebellieren sie unbewusst dagegen, verplant zu werden. Pünktlich zu sein, würde bedeuten, sich zu unterwerfen. So beweisen sich diese Personen ihre Selbstbestimmtheit, indem sie vor dem Meeting noch eben etwas anderes, scheinbar Wichtigeres erledigen und kommen dann zu spät. All das läuft völlig unbewusst ab. Der Geltungskonflikt: Wer zu spät kommt, fällt auf.

Wenn die Person dann noch Raum einnimmt, indem sie wortreich erklärt, was der Grund für die Verspätung ist, erhält sie Aufmerksamkeit.