Messis psychologischer hintergrund

Folgende Tipps helfen dabei, das Krankheitsbild des pathologischen Hortens einzuordnen und damit umzugehen.

Messi-Syndrom – Messie-Beratung

Inhalte im Überblick. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, sich von Gegenständen zu trennen — auch von solchen, die die meisten Menschen als wert- oder nutzlos betrachten würden. Manchmal wird daher von einer Wertbeimessungsstörung gesprochen. Zu der Schwierigkeit, nicht mehr benötigte Dinge wegzuwerfen, kommt der Drang neue Dinge durch Kauf oder Mitnahme von frei erhältlichen Objekten anzusammeln.

Entscheidend für die Diagnose ist, dass diese Verhaltensweisen zu erheblichen Beeinträchtigungen des häuslichen, gesellschaftlichen oder beruflichen Lebens oder anderer wichtiger Lebensbereiche führen. So kann es dazu kommen, dass einzelne Wohnbereiche durch das Horten nicht mehr benutzbar oder sicher sind oder sogar Zugangswege in die Wohnung nicht mehr normal begehbar sind.

Messie-Syndrom: Ursachen, Symptome & Behandlung |

Es handelt sich um ein Krankheitsbild aus der Gruppe der Zwangsstörungen und verwandter Störungen , das im neuen Diagnosesystem ICD erstmals den Status einer eigenständigen Diagnose erhält. Abzugrenzen ist das pathologische Horten von ähnlichen Verhaltensweisen, die bei anderen psychischen Störungen auftreten können, zum Beispiel:.

Von pathologischem Horten Betroffene fühlen sich durch ihr Verhalten in der Regel nicht beeinträchtigt; ihre gesammelten Gegenstände vermitteln ihnen vielmehr das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Dagegen löst die Aufforderung, nicht mehr benötigte Dinge wegzuwerfen, negative Gefühle, wie Angst oder Anspannung, aus.

Die Krankheitseinsicht ist bei den Betroffenen unterschiedlich ausgeprägt: manche erkennen, dass ihre Weigerung, Dinge wegzuwerfen, nicht rational begründbar ist oder dass das Horten zu problematischen Einschränkungen in ihrem Haushalt und anderen Lebensbereichen führt. Andere Betroffene sind wiederum trotz erheblicher objektiver Einschränkungen überzeugt davon, dass ihr Verhalten unproblematisch ist.

Freunden und Angehörigen fällt das pathologische Horten meist durch den Zustand der Wohnräume auf: Hier türmen sich oft unterschiedliche Gegenstände, sodass in manchen Wohnungen nur noch schmale Trampelpfade von einem Raum in den nächsten führen. Küchen und Bäder lassen sich teilweise nicht mehr normal benutzen.

Viele Betroffene weiten ihr Verhalten auf Keller, Garagen, Dachböden und andere Räume aus. Charakteristisch für die Betroffenen ist, dass sie oft eine emotionale Bindung zu den gehorteten Gegenständen haben, zum Beispiel, weil diese sie an bestimmte Ereignisse oder Personen erinnern. Es werden aber auch Dinge gehortet, die als nützlich wahrgenommen werden, weil man sie vielleicht irgendwann noch einmal brauchen könnte, oder weil ihnen ein intrinsischer Wert beigemessen wird.

Der Gedanke, sich von diesen Dingen zu trennen, löst bei den Betroffenen innere Widerstände und Stressgefühle aus. Pathologisches Horten ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung. Die typischen Verhaltensweisen beginnen meist schon in der Kindheit und Jugend, sind dort aber durch das Eingreifen der Eltern und durch das Umfeld bedingt z.

Messie-Syndrom: Ursache liegt oft in der Kindheit

Die Folgen des pathologischen Hortens werden mit zunehmendem Alter sichtbarer, weil sich im Laufe des Lebens mehr und mehr Dinge anhäufen. Häufiger tritt die Erkrankung bei Männern und alleinlebenden Menschen auf. Teilweise gibt es auch eine Tendenz zum Horten in der Familiengeschichte. Manchmal kann sich eine anfängliche Sammelleidenschaft zum pathologischen Horten weiterentwickeln.