Psychologie heute entlieben

Sich zu entlieben ist ein schleichender Prozess.

Wie man sich entliebt und wie man die Liebe zurückgewinnen kann

Ein Psychologe nennt die drei häufigsten Gründe dafür. Das Ende der Liebe kommt nie plötzlich. Im Nachhinein erkennen die meisten Menschen, wenn ihre Beziehung vor dem Aus steht, dass die Zeichen da waren: Wo früher Lachen, Nähe und Spannung war, ist heute nur noch Unmut, Distanz und Langeweile. Um es mit den Worten von Sängerin Nelly Furtado zu formulieren: "Why do all good things come to an end?

Und nennt in seinem Artikel auf "Psychology Today" drei besonders häufig auftretende Gründe, warum sich Paare entlieben.

Entliebt – wenn in der Beziehung auf einmal alle Gefühle weg sind

Die Anerkennung bleibt auf der Strecke Es gibt sie wohl, die Momente, in denen manche Person in einer Beziehung merkt, dass sich ihr Stellenwert für das Gegenüber nicht zum Guten verändert hat. Zu Beginn einer Beziehung fühlt sich die Liebe unseres Lieblingsmenschen grenzen- und bedingungslos an. Jede Begegnung ist voll mit aufregenden Gefühlen, zarten Worten, liebevollen Blicken.

Doch "die Tendenz ist, dass man den:die Andere:n mit der Zeit als selbstverständlich wahrnimmt", erklärt Bernstein. Wo es früher ehrliche Komplimente für bspw. Dankbarkeit und Anerkennung für die eigene Person, die eigenen Taten und Worte, würden bei einer Beziehung im "Autopiloten", wie es der Psychologe beschreibt, hinter den stressigen Alltag zurücktreten.

Toxische Verhaltens- und Denkweisen schleichen sich ein In einer unglücklichen Beziehung schleichen sich schnell toxische Denkweisen ein. Denn "verständlicherweise fühlt es sich dadurch besonders unangenehm an, wenn die andere Person dich ablehnt, verurteilt oder kritisiert", so Bernstein. Um diese Verletzlichkeit zu kompensieren, so der Psychologe, würden die Menschen, die von ihren Liebsten kritisiert werden, dazu tendieren, toxische Denkweisen zu entwickeln.

In seinem Buch "Why Can't You Read My Mind? Beispielsweise kann damit gemeint sein, dass der:die Partner:in stets egoistisch und rücksichtslos handeln würde — unabhängig davon, wie realistisch das wäre oder ob es faktisch überhaupt der Fall ist. Katastrophen-Szenarien: Die negativen Auswirkungen des Verhaltens der anderen Person werden übersteigert auf das eigene Wohl zurückgeschlossen.

Das wäre der Fall, wenn der:die Partner:in eher freizügig mit Geld umgeht und die andere Person sich deswegen stets darüber sorgt, dass beide durch dieses Verhalten verarmen werden. Die "Du solltest aber"-Bombe: Die Person geht davon aus, dass der:die Partnerin ein oder mehrere Bedürfnisse befriedigt — einfach, weil der:die Partnern wissen sollte, was diese Bedürfnisse sind.

Guide zum Entlieben: Wie kann man aufhören, jemanden zu lieben?

Vor allem dann, wenn sich mit der Zeit der Beziehung herausstellt, dass die Gemeinsamkeiten über eine etwaige körperliche Anziehung hinaus kaum vorhanden sind. Der eigene Lebensstil, die Prioritäten im Leben, die politische Einstellung — all das sind Dinge, die sich in den Vordergrund drängen, wenn die anfängliche Begeisterung auch bekannt als die Phase der rosaroten Brille abebbt.

Und beide müssen sich dann fragen, wie realistisch — und glücklich — eine gemeinsame Zukunft am Ende für sie ist. Tipps, wie du das Entlieben vermeiden kannst Wie bereits erwähnt, ist das Entlieben nicht die natürliche Entwicklung einer Beziehung. Auch hierfür hat Bernstein einige Tipps parat.

Psychologie: Das sind die 3 Gründe, warum Paare sich entlieben |

Hilfreich ist es auch, sich der vermeintlichen "Selbstverständlichkeiten", die Partner:innen für uns tun und andersherum bewusst zu sein und sie mit Wertschätzung zu behandeln. Der:die Partner:in hat gute sowie nicht so gute Seiten Niemand ist perfekt. Wir selbst genauso wenig wie unsere Partner:innen.