Psychologe gewalt professor
Er kennt die Hölle des IS-Terrors und hilft Menschen, aus ihr zu entkommen und in ein neues Leben zu starten. Jan Ilhan Kizilhan, Professor an der Dualen Hochschule in Villingen- Schwenningen, sprach am Journalistentag auf der Südwest Messe über Ursachen von Gewalt gegen Menschen. Der Direktor des Instituts für Transkulturelle Gesundheitsforschung arbeitet seit 20 Jahren mit kriegstraumatisierten Menschen im In— und Ausland.
Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt der Psychologe, als er mit Hilfe der baden-württembergischen Landesregierung jesidische Frauen aus dem Nordirak nach Deutschland holte, wo sie ein neues Leben ohne Angst und Gewalt beginnen konnten. In ihrer Heimat wurden die Frauen von IS-Terroristen gefangen gehalten und vergewaltigt. Die Frage, weshalb Menschen böse sind, bringt Izilhan zunächst auf einen einfachen Nenner.
Menschen Gewalt anzutun, habe immer auch mit Macht zu tun. Die perfideste Form dabei ist der Terrorismus. Dabei gibt es zwei Formen. Der Professor nannte dabei Gruppierungen wie die R. Die Steigerung ist der katastrophale Terrorismus. Hier gehe es darum, die ganze Menschheit in ihren Grundwerten zu erschüttern. Ein Beispiel sei der September Sondern darum zu zeigen, dass wir alle hilflos sind.
Gewalt habe viele Gesichter und Ursachen, so Kizilhan Religiöser Fundamentalismus könne ein Auslöser sein.
Traumatisierte Flüchtlinge: Zyklen der Gewalt durchbrechen
Mit den geflüchteten Menschen aus Syrien, Afghanistan und anderen Herkunftsländern ist die Gewalt auch nach Deutschland gekommen. Claudia Klett, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung an der Dualen Hochschule zeigte auf, dass geflüchtete Frauen auch in Deutschland noch Opfer von Gewalttaten werden. Insbesondere, wenn die Männer ebenfalls mit nach Deutschland gekommen sind.
Hier gibt es seit Programme zur Gewaltprävention. So leiten ausgebildete Mediatorinnen Frauen zum Selbstschutz an. Und Männer werden geschult, dass im europäischen Wertesystem Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer.
„180Grad“ will sexualisierte Gewalt von Jugendlichen verhindern
Es folgen das Studium der Psychologie und Soziologie, Sprachstudium in Washington, Promotion in Psychologie in Konstanz, Promotion in Iranistik in Göttingen, Ausbildung zum Psychotherapeuten in Tübingen sowie verschiedene wissenschaftliche Arbeiten und Forschungen. Seit therapeutische Tätigkeit bei der Balint-Klinik in Königsfeld, Abteilungsleiter an der Klinik.
Seit ist Kizilhan Professor an der Dualen Hochschule in VS. Seit ist er medizinisch-psychologischer Leiter des Sonderkontingents der Landesregierung für schutzbedürftige Frauen und Kinder, die in den Händen des IS waren. Startseite Zeitung von heute Leseliste Region. Weitere Ressorts.