Mann psychologe film
Im Interview erzählt er von seinem facettenreichen Werdegang und warum unkonventionelle und kreative Methoden in der Therapie oft am wirksamsten sind. Nach meinem Abitur bin ich hin- und hergependelt zwischen meinen beiden Leidenschaften, Kunst und Psychologie. Ich habe mich aber dann für die Psychologie entschieden. Trotzdem bin ich der Kunst immer treu geblieben, z.
Mein tiefenpsychologisch-orientiertes Studium habe ich in Köln gemacht und gleichzeitig meine erste Ausbildung als Psychodramatiker begonnen. Das ist etwas, das sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht: Ich gehe immer den Weg der Angst. Da wo die Angst ist, gehen wir meistens nicht hin. Aber wenn man die eigene Persönlichkeit entfalten will, muss man genau dort hingehen, wo man sich nicht heimisch fühlt.
Mortal - Mut ist unsterblich
Und es hat sich für mich bewährt. Meine Psychodrama-Ausbilderin machte mich dann schon vor Ablauf meiner Ausbildung selbst zum Ausbilder. Dann habe ich jemanden vom Film kennengelernt und dem fiel auf, dass ich komplizierte psychologische Sachverhalte unheimlich gut runterbrechen und plausibel erklären kann. Die letzte Etappe meiner bisherigen Karriere ist es nun, Bücher zu schreiben.
Eine Menge, aber es erzählt auch viel von mir — ich liebe die Vielfalt.
Rain Man – Wikipedia
Nur kurz vorweg: Ich arbeite normalerweise tiefenpsychologisch. Das Psychodrama nutze ich häufig, aber eher flankierend. Eigentlich nutzt man das Psychodrama in der Gruppentherapie, aber es funktioniert auch als Einzelmethode. Ein Beispiel: Ein Klient hofft seit Jahren, eine Gehaltserhöhung vom Chef zu erhalten. Es ist etwas ganz anderes, ob ich eine belastende Szene, die ich mir nicht zutraue, mal übe und durchspiele.
Man kann Psychodrama aber auch tiefenpsychologisch anwenden. In dem Fall würde man nach dem ersten Akt im Hier und Jetzt einen zweiten Psychodramaakt in der Kindheit inszenieren. Dort konfrontiert man den Klienten als erwachsene Person mit dem autoritären Vater. Ich verlasse dich hier, denn ich will ein souverän auftretender Mann werden. Über Psychodrama werden Dinge bewusst, ich kann verschiedene Perspektiven einnehmen, kann nachhorchen, wie ich als Chef reagieren würde, wenn jemand, der ein höheres Gehalt haben will, vor mir plötzlich einknickt.
Das sind alles Dinge bei denen das Psychodrama weit über das Reden hinausgeht, rein ins Erleben. Ich denke sehr bilderreich und ich behaupte, dass auch die Psyche eine Bildersprache besitzt. Dann knickt der Widerstand oft ein und sie können davon berichten. Oder ich gebe ihnen eine Matroschka. Bis hin zum kleinen ungesehenen und evtl.