Psychologie abwehrmechanismus

Es ist aber insbesondere Freuds Tochter Anna , die sich diesem Thema verschrieben hat. Es gibt verschiedene Abwehrmechanismen, und einige davon sind dir sicher bestens bekannt. Was genau ist ein Abwehrmechanismus nach Freud? Wie funktioniert er? Wie erkennt man ihn? Und noch viel wichtiger: Wie finde ich heraus, welche Abwehrmechanismen ich selbst nutze — und wie werde ich sie wieder los?

Darum geht es jetzt.

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Zunächst einmal hat dieses negativ klingende Wort durchaus eine positive Funktion: Das Ziel eines Abwehrmechanismus ist einfach nur, dass es uns seelisch möglichst gut geht. Wir haben Abwehrmechanismen, um uns psychisches Leiden zu ersparen. Wir haben als Menschen nämlich ein paar Wunde Punkte, die uns anfällig für psychisches Leiden machen.

Dazu gehört vor allem das Chaos in uns selbst: Wir haben unzählige verschiedene Motive, Bedürfnisse, Triebe, Wünsche, Fantasien, Werte… — und viele davon widersprechen sich: Ich kann nicht gleichzeitig all meinen sexuellen Trieben nachgehen und meinem Ideal gerecht werden, ein treuer Ehepartner zu sein. Und ich kann mir nicht die ganze Zeit meine Sterblichkeit bewusst machen und gleichzeitig ein unbeschwertes Leben führen.

In uns herrscht ein wahres Chaos an psychischen Vorgängen, und sie lassen sich nicht alle unter einen Hut bringen. Genau dafür gibt es Abwehrmechanismen.

OPUS 4 | Untersuchungen und neurowissenschaftliche Erkenntnisse von Abwehrmechanismen

Abwehrmechanismen laufen meistens unbewusst ab, d. Meistens bekommen wir auch von all dem rein gar nichts mit. Genau das ist nämlich der Punkt: Abwehrmechanismen müssen sich selbst unsichtbar machen, denn sobald mein bewusstes Ich mitbekommt, dass es gerade an der Nase rumgeführt wird, kann ich den Abwehrmechanismus ja auch aufdecken und die Wahrheit ans Licht bringen. Abwehrmechanismen sind wie gute Diebe: Sobald man einen Dieb dabei sieht, wie er etwas stiehlt, ist die Aufklärung in der Regel schnell und einfach.

Wenn man den Dieb aber nicht gesehen hat, ist es sehr viel schwieriger. Und wenn man noch nicht einmal merkt, dass überhaupt etwas gestohlen wurde, dann war es das perfekte Verbrechen. Wenn mir nicht bewusst wird, dass etwas fehlt, gibt es ja gar keinen Hinweis für einen Diebstahl.

Abwehrmechanismus

Man könnte mir die halbe Bude ausräumen und es würde nie jemand mitkriegen. Genau so ist das mit den Abwehrmechanismen: Sie verwischen ihre Spuren. Denn allein das Wissen, dass ich gerade eine Wahrheit verdränge, würde ja wieder einen Konflikt in mir erzeugen: Ich kann nicht gleichzeitig ein aufrichtiger Mensch sein und es zulassen, dass meine Abwehrmechanismen Wahrheiten verdrängen.

Also muss nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Wahrheitsverdrängung verdrängt werden.