Psychologische pyramide
Maslow legte dieses Konzept bereits in den fünfziger Jahren vor und wandelte es dann verschiedentlich leicht um. Ursprünglich entstand es aus experimentalpsychologischen und klinischen Befunden, fand dann aber schnell Eingang in die Arbeits- und Organisationspsychologie. Die physiologischen Bedürfnisse der untersten Ebene stellen elementare Motive nach Nahrung, Sauerstoff, Schlaf etc.
Ausdruck der Sicherheitsbedürfnisse sind das Verlangen nach Beständigkeit, Einsicht in Zusammenhänge, nach Schutz und körperlicher Unversehrtheit.
▷ Bedürfnispyramide » Definition, Erklärung & Beispiele + Übungsfragen
In kulturspezifischer Überformung sind sie aber auch hier gegenwärtig. Wesentliche soziale Bedürfnisse sind das nach der Zugehörigkeit zu einer Gruppe und der Wunsch, auf andere sympathisch zu wirken. Zur Wertschätzung werden die Wünsche nach Erfolg, Unabhängigkeit und Kompetenz gerechnet, die zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls beitragen können.
Das interessanteste Konzept der Pyramide steht in ihrer Spitze.
Die Bedürfnispyramide von Maslow verstehen und anwenden
Maslow nennt es Selbstverwirklichung self-actualization needs und versteht darunter das Verlangen eines Menschen, seine potentiellen Fähigkeiten optimal zu entfalten. Die Nichtbefriedigung der vier unteren Bedürfnisebenen führe zu einem Mangelzustand, weshalb die dort angesiedelten Motive auch als "Defizitmotive" bezeichnet werden; das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung dagegen wird von Maslow als "Wachstumsmotiv" verstanden.
Es gibt eine Vielzahl einzelner Untersuchungen, die sich mit der Konzeption der Bedürfnispyramide schlecht vertragen. Indes ist es auch mehr ihre heuristische Fruchtbarkeit als ihre formale Korrektheit als theoretisches Gebäude, aus der Nutzen gezogen werden konnte. So stehen viele andere Ansätze im Bereich der Arbeitsmotivation durchaus in der Tradition dieses Grundmodells.
Bedürfnispyramide
Neben der Bedeutung des Konzepts für die Weiterentwicklung theoretischer Vorstellungen war aber insbesondere wichtig, den Aspekt der Selbstverwirklichung in die Diskussion mit betrieblichen Akteuren hineinzutragen. Zumindest bei Maslow selbst bleibt das zentrale Konzept der Selbstverwirklichung sehr verschwommen. Dagegen gibt es auf der anderen Seite in der heutigen Praxis sehr wohl Motivierungsansätze, die gute Operationalisierungen darstellen können.
Beispiele sind überall dort zu finden, wo das Wort von den "Betroffenen" die Runde macht, die zu "Beteiligten" werden, denen sich also arbeitsbezogene Planungs-, Gestaltungs- oder Entscheidungsmöglichkeiten eröffnen.
Psychische Grundbedürfnisse: und warum Maslow nie an eine Pyramide gedacht hat: Inntal Institut
Eine solche persönlichkeitszentrierte Auffassung vernachlässigt nach Meinung seiner Kritiker die situative Komponente im Betrieb sowie die sozialen und ökonomischen Randbedingungen. Heckhausen, H. Motivation und Handeln. Berlin: Springer. Weiner, B. Weinheim: Beltz. Bedürfnispyramide: Maslows Motivklassifikation nach einem Hierarchie-Modell.
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