Theorie des geplanten verhaltens psychologie

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Ist das Kaufverhalten Ihrer Kunden vorhersehbar? Theorie des geplanten Verhaltens

Emily Finne , Hannah Gohres , Annette C. Zitierhinweis : Finne, E. Erklärungs- und Veränderungsmodelle 1: Einstellungs- und Verhaltensänderung. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA Hrsg. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden.

geplantes Verhalten: Lexikon der Psychologie

Warum Menschen sich gesundheitsförderlich verhalten, warum sie Veränderungen in Erwägung ziehen und umsetzen — oder nicht —, wird durch gesundheitspsychologische Theorien und Modelle erklärt. Gute Theorien ermöglichen eine Vorhersage des Gesundheitsverhaltens. Sind die entscheidenden Verhaltensdeterminanten identifiziert, können sie als Stellschrauben betrachtet werden, an denen Interventionen ansetzen sollten, um das Gesundheitsverhalten günstig zu beeinflussen.

Im Folgenden werden einige der am häufigsten eingesetzten Theorien dargestellt und — wo möglich — mit Anwendungsbeispielen illustriert. Das individuelle Gesundheitsverhalten Gesundheitsverhalten, Krankheitsverhalten, Gesundheitshandeln spielt eine zentrale Rolle insbesondere in der multifaktoriellen Genese chronischer, nicht-übertragbarer Krankheiten z.

WHO, , S. Um zielgenaue Interventionen planen zu können, ist es erforderlich, die Einflussfaktoren auf das Gesundheitsverhalten zu verstehen siehe auch Erklärungs- und Veränderungsmodelle 2: Theoriebasierte Interventionsplanung. Verschiedene Theorien und Modelle versuchen, die relevanten Determinanten zu identifizieren, die Verhalten motivieren und zur Umsetzung beitragen.

Sie gehen der Frage nach, weshalb es Menschen auch bei ausreichendem Wissen um die gesundheitlichen Auswirkungen ihres Verhaltens häufig nicht langfristig gelingt, sich gesundheitsförderlich zu verhalten. Welche sozialen, kognitiven oder emotionalen Faktoren entscheiden, ob Verhaltensänderungen stattfinden? Die ersten Modelle mit dem Ziel, Gesundheitsverhalten zu verstehen und zu beeinflussen, wurden in den er Jahren formuliert.

Nachfolgende Modelle bzw. Theorien gewannen an Komplexität und bezogen neben primär innerpsychischen Einflüssen stärker auch die soziale und physikalische Umwelt als Erklärungsebenen ein. Grob unterscheiden lassen sich Theorien, die zu allen Zeitpunkten in einem Veränderungsprozess dieselben Einflüsse als entscheidend annehmen sogenannte kontinuierliche Modelle , von jenen, die qualitativ unterschiedliche Phasen oder Stufen eines Veränderungsprozesses voneinander abgrenzen, wobei einzelnen Einflussfaktoren in verschiedenen Phasen jeweils eine unterschiedliche Rolle zukommt.

Entscheidend ist dabei vor allem die Unterscheidung anfänglicher, motivationaler Stufen, in denen die Absicht zu einer Verhaltensänderung gebildet wird, von späteren volitionalen Stufen, in denen es um die tatsächliche Umsetzung der Absichten in gesundheitsförderliches Verhalten geht. Die genannten Theorien werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Weitere relevante theoretische Ansätze finden sich z. Viele Präventionskampagnen und -programme versuchen, eine Verhaltensänderung herbeizuführen, indem sie die negativen gesundheitlichen Folgen eines Verhaltens und das Risiko für solche Folgen betonen Risikokommunikation. Das Modell der Gesundheitsüberzeugungen Health Belief Model, kurz: HBM wurde in den USA als erstes Modell des Gesundheitsverhaltens entwickelt, um die geringe Beteiligung der Bevölkerung an kostenloser Tuberkulose-Vorsorge besser zu verstehen.

Das HBM konzentriert sich auf die wahrgenommene Bedrohung durch eine Krankheit und darauf, inwiefern sich diese durch das eigene Verhalten vermeiden lässt.